Geschichte & Facts

Der Staat Tanzania (früher Tanganyika) besteht erst seit Ende des 19. Jahrhunderts in den heute bekannten Grenzen. Nach fast 80 Jahren kolonialer Besetzung durch Deutschland (1890-1918) und England (1920-1961) erreichte Tanzania am 9. Dezember 1961 die Unabhängigkeit. Erster Staatspräsident wurde Julius Kambarage Nyerere (*23.03.1922  - †14.10.1999), der als „Vater der Nation“ gilt und dessen Portrait (siehe Foto) noch vielerorts neben dem des aktuellen Staatspräsidenten, dem 2005 gewählten J. Kikwete (*07.10.1950), hängt.

Tanzania gilt als einstige „Wiege der Menschheit“ und bietet den Reisenden auch in der heutigen Zeit vielerorts noch ein unverfälschtes Afrika. Die  Serengeti, das größte Wildschutzgebiet des gesamten afrikanischen Kontinents, oder der oftmals als „achtes Weltwunder“ bezeichnete Ngorongoro-Krater sind Zeugen zeitloser Faszination. Tanzania bietet mit 14 Nationalparks und ebenso vielen Naturschutzgebieten ein einmaliges Safari-Erlebnis mit der meist größten Population einzelner Großsäugetieren in ganz Afrika. Mit dem weißen Gipfel des Kilimanjaro besitzt Tanzania den höchsten Berg Afrikas und mit einem Teil des Viktoriasees, Zugang zum zweitgrößten Süßwassersee der Erde. Auch die malerischen Usambara-Berge oder der Vulkan Oldoinyo Lengai, um nur zwei zu nennen, sind Naturwunder, die weltweit ihresgleichen suchen.

Tanzania ist ein wahres Mosaik an ethnischer und historischer Vielfalt. Durch die jahrtausend alte Kulturen und kolonialen Besetzungen erleben Sie afrikanische, arabische und europäische Einflüsse in jedem Winkel des Landes. Der nördliche Teil Tanzanias grenzt an Kenia und ist die Heimat des „Urstammes Massai“, deren großartige Legenden hier durch hautnahe Begegnungen bestätigt werden. Für Sonnenanbeter bieten die Küstenregionen um Tanga und Dar es Salaam sowie die arabisch geprägten Gewürzinseln Sansibar und Pemba ideale Voraussetzungen.

Die wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Informationen über das Land Tanzania sind im Kapitel „Reiseinfos von A-Z“ detailliert aufgeführt. Ich möchte es daher weitgehend vermeiden mich in diesem Kapitel zu wiederholen. Vielmehr sollen an dieser Stelle die wichtigsten Stationen der Landesgeschichte chronographisch aufgeführt werden.



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