Dengue Fieber

Das Dengue-Fieber (engl. Dandy fever) wird durch Viren verursacht, die durch den Stich der Überträgermücke (Weibchen von aedes ägypti bzw. albopictus) an den Menschen abgegeben werden. Diese, nicht mit Malaria-Mücken identischen Moskitos, stechen vorwiegend tagsüber und am frühen Abend. Sie sind im Tigermuster schwarz-weiß gestreift und meist an kleinen Wasserstellen wie z.B. Dosen, Töpfen, Kokosnußschalen, Waschbecken etc. anzutreffen. Die meisten nach Europa „importierten“ Denguefälle sind jedoch nicht in Afrika, sondern bei Reisen nach Südostasien und in die Karibik aufgetreten. 

Das „klassische Dengue-Fieber“ ist eine kurz andauernde, selbstlimitierende, fieberhafte Erkrankung mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen, Juckreiz und Schwindel, die meist nach einer Inkubationszeit von 2-7 Tagen in Erscheinung tritt. Der Krankheitsverlauf dauert einige Tage und tritt meist mit 2 Fieberschüben auf. Der erste geht rasch vorbei und bescheinigt subjektiv eine Genesung, der zweite dauert 3-4 Tage. Der Genesungsprozess geht nur langsam voran. Ernste Verlaufsformen, die zur Blutungsneigung (hämorrhagisches Dengue) und zum Dengue-Schocksyndrom führen können, werden bei wiederholter Infektion beobachtet und betreffen in den meisten Fällen die einheimische Bevölkerung, selten jedoch den Reisenden. Die Gesamtzahl der jährlichen Erkrankungen wird auf 30 bis 60 Millionen geschätzt. Die Behandlung des Dengue-Fiebers ist rein symptomatisch, d. h. ein Medikament gegen die Erreger gibt es nicht. Ein erfahrener Arzt im Land kann schnell und einfach anhand der Symptome eine Diagnose stellen und hilfreiche, schmerzlindernde Medikamente und Maßnahmen beim Patienten durchführen.

Als Schutz gelten die gleichen Mückenschutzmaßnahmen wie bei anderen Moskito-Krankheiten. Siehe unter Stichwort „Malaria“.



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